Archive for ‘Blätter und Blüten’

Februar 3, 2014

Laub

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Wenn der Winter schon zu lange währt – zumindest auf diesen Seiten,
wenn aus nacktem Gezweig endlich frische Textknospen springen sollen,
dann hilft eine Laub-Säge:

Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.

Gabriel Laub
* 24. Oktober 1928 in Bochnia, Polen
† 03. Februar 1998 in Hamburg

Über das Ausbleiben eines längst bezahlten Dings zum Tiefgefrieren und Kühlen hatte ich mich ehedem erschöpfend erhitzt. Nach zuletzt mehr als 9 1/2 Wochen und einer heißen Affäre mit dem Sommer 2012 wurde der lang ersehnte A+++ Frost-Genosse tatsächlich doch noch geliefert. Er kühlt seither anstandslos, still und sparsam vor sich hin. Darum verrate ich auch gern, dass er auf den Namen Gorenje hört – und er ist wirklich einer von den Coolen.

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März 12, 2011

25 Jahre oder 1 Tag … Tschernobyl – Fukushima

Zum Leben mit der Angst vor dem Super-GAU (1986 – 2011)

Kein Wort, das ich schreibe, kann die Katastrophe in Japan lindern.
Aber Schweigen ist auch keine Option. Dialog muss sein.
Immer noch, immer wieder geht es darum,
dass wir unverkennbare Risiken offen benennen und nicht vertuschen,
sondern vermeiden, um zukünftiges Leid zu verhindern.

Vor 25 Jahren, im strahlend schönen Tschernobyl-Frühling,
schrieb ich auf Karopapier.
Das ist vielleicht der Hauptunterschied.

Es sind die Worte von damals, die ich jetzt aus dem Archiv ausgegraben habe,
tastende Worte einer noch nicht 20-Jährigen
zwischen lebenshungrigem Pathos und kritischer Bewusstseinsbildung. Oder so:

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Juli 16, 2010

Hitzeflimmern und Gedankenflügeln: Versuch mit @TL@s-FFalter

Ja, es ist heiß. Ja, vermutlich ernten wir, was wir mit CO2 und anderen Treibhausgasen gesät haben. Treibhaus triffts. Das Gefühl, wenn der Schweißfilm sich sogar übers Denken legt, die Zeit zerfließt wie Asphalt – oder wie eine Uhr von Dalí

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Januar 6, 2010

Zwischen Himmel und Erde – Worte im Schnee

Planetarium Prenzlauer Allee - nächtlich im Schnee

Planetarium Prenzlauer Allee – nächtlich im Schnee

Beim 3. Jour Fitz in Berlin: Literatur live (mit ohne Bein)

 Wie soll ichs euch sagen – beim 3. Jourfitz wurden so viele köstliche Worte in allen Nuancen gelesen und deklamiert (lies z.B.: gerappt – vom Feuerbruder @Schriftstehler) – ich kann denen kaum Worte hinzufügen, die der rundum uneitlen und unwahrscheinlich gelassenen Atmosphäre gerecht würden… Will sagen, der Saal voller Zuhörer und die Konversationalisten an der Bar des Soupanova hielten sich lautstärkemäßig so die Waage, dass die Vortragenden – dank einer diesmal makellosen Soundtechnik (Courtesy of @NoPanik) – tatsächlich nicht völlig zu überhören waren. Vor allem nicht so hautnah in der ersten Reihe, von wo aus ich ein paar visuelle Eindrücke von den Beitragenden, aber auch vom inspirierten Publikum eingefangen habe.

Hilfsweises Motto: Nachsehen statt Hören…

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Dezember 26, 2009

Wie zwei Füchse das Licht bedichten…

Hin und wieder beschäftige ich mich damit, wie in Sprache und durch Sprache kreative Impulse wirken. Heute hat mir bei Twitter @lichtfox gezeigt, wie es gehen kann: Wir haben ein bisschen geplaudert – und plötzlich wusste er, das wollte er bloggen… Ein wirklich tolles Gedicht hat Florian – ein echter Lichtfuchs! – aus unserem Dialog gemacht, das ist in seinem Blog, dem FloG zu lesen.

Für alle, die es interessiert, wie so etwas eigenwillig Schönes wie Florians Gedicht fast nebenher aus dem Spiel mit Worten wachsen kann, ist hier der (bis auf winzige Angleichungen) unveränderte Austausch zwischen uns zwei Füchsen auf Twitter:

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